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Der Beginn
Vor dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 war der Osten Europas ein hermetisch abgeriegelter Block. Für Österreicher war gerade die Sowjetunion ein fremdes, exotisches Land, das aufgrund der Sprache und der politischen Situation nur für Spezialisten zugänglich war. Als sich jedoch das heutige Russland nach Westeuropa hin öffnete, gelang es dem Schottengymnasium auf Vermittlung des damaligen Russisch- professors des Theresianums Mag. H. Loos einen Schüleraustausch mit der Moskauer Schule 1134 (heute 1434) aufzubauen. Grundlage dafür war der Russischunterricht am Schottengymnasium, den P. Bonifaz Tittel OSB seit 1979 führte.
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Das Programm
Im Herbst fahren für zwei Wochen alle Russischschüler der 7. Klassen nach Moskau und wohnen in russischen Familien, besuchen eigens gestalteten Unterricht in der Moskauer Partnerschule, die aufgrund ihrer qualifizierten Ausbildung und ihrer Kontakte zur Lomonosov-Universität vom Russischen Bildungsministerium in „Ausbildungs-zentrum Nr. 1434“ umbenannt wurde. Das reiche Besuchsprogramm nach den Unterrichtsstunden erstreckt sich abwechselnd auf Klöster und Kathedralen in und um Moskau, die Schatzkammer, den Dia-mantenfonds, den Kreml als politisches Zentrum Russlands, ein Freilichtmuseum, Wirtschaftsbetriebe und die Universität. Zwei bis drei Tage besuchen die Österreicher einen Intensiv-Russischkurs am Staatlichen Puškin-Sprachinstitut.
Am Wochenende gestaltet die Gastfamilie das Programm für die österreichischen Gäste. Der Austausch basiert auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit: Die österreichische Familie nimmt im Frühjahr das Gastkind auf, in dessen Familie das eigene Kind gelebt hat. Durch die Eltern und das Schottengymnasium werden in Wien ein Kulturpro-gramm, ein Sprachkurs in Deutsch – ehrenamtlich von HR Dr. Friedrich Wally geführt – und Ausflüge organisiert.
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